Otmar Issing zur Zukunft Europas


Otmar Issing (Foto), einst Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, hat gestern wieder in der FAZ einen großartigen, tollen und klaren Beitrag zur Zukunft Europas veröffentlicht. Alles astrein, was er schreibt, nur beschleicht einen das Gefühl, daß Leute wie er naiv sind. In der Europa-Politik sind nämlich nicht Gutmeinende am Werk, die um das Beste für uns Menschen ringen, sondern eine Räuberbande, die nur unser Bestes will, nämlich unser Geld.

17 thoughts on “Otmar Issing zur Zukunft Europas

  1. Das Problem eines jeden der in der Öffentlichkeit steht und sich zur Politik äußert ist, dass er die Sprechblasen der Politik (“mehr Europa” usw.) zumindest rein formal ernst nehmen und in gesitteter Form Stellung nehmen muß. Jede rein gesittete inhaltliche Auseinandersetzung mit Sprechblasen und Phrasen muß notwendig naiv sein oder so wirken. Und natürlich kann sich Issing zum “Ernst des Geschehens” auch nicht mehr wirklich äußern.

  2. ….sondern eine Räuberbande, die nur unser Bestes will, nämlich unser Geld.

    Nicht nur unser Geld, auch unsere Freiheit………….

  3. . Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland ein anonymes Meldesystem zur Bekämpfung des Rechtsextremismus ins Leben gerufen. Per Internet können Bürger seit Anfang des Monats ohne Angabe ihrer persönlichen Daten Hinweise über die rechtsextreme Szene an die Polizei liefern und rechtsextreme Straftaten melden.
    ———
    Wenn mit solchen und ähnlichen Methoden die” Zukunft Europas”erzwungen werden soll,dann kann man sich gut vorstellen,wo das endet.
    Das linksrotzgrüne Gutmenschentum zeigt seine wahre Fratze.

  4. “In der Europa-Politik sind nämlich nicht Gutmeinende am Werk, die um das Beste für uns Menschen ringen, sondern eine Räuberbande, die nur unser Bestes will, nämlich unser Geld”

    Schon mal daran gedacht, daß der überhebliche Rigorismus, mit dem solche Aussagen rüberkommen, einer der Hauptgründe dafür ist, daß in Deutschland, im Gegensatz zu den meisten seiner Nachbarstaaten, eine konservativ-bürgerliche Sammlungsbewegung nicht zustandekommt und entsprechende Parteigründungen das Jammertal von 1 % nicht verlassen?

    Es bringt überhaupt nichts (und ist aus meiner Sicht auch sachlich falsch), auf die derzeit handelnden Politiker ständig mit der “Räuberbanden”-Keule draufzuhauen wie die Linksfaschisten mit der Nazikeule auf Islamkritiker. “Projekte” wie bei Nürnberg 2.0, teilweise garniert mit kaum verhohlenen Tötungsphantasien, sind eine Steilvorlage für die Linke und ihre Versuche, die demokratische Rechte als ganzes in die Ecke von Spinnern, Radikalen und Verschwörungstheoretikern zu stellen.

    Hier werden ja desöfteren einmal Namen genannt, die stellvertretend für eine bürgerliche Rückbesinnung Deutschlands stehen könnten: Merz, Kirchhof, Henkel, Clement, Schachtschneider, Gauweiler. Ich kann verstehen, daß diese Persönlichkeiten ihren Hut nicht in den Ring werfen, solange die konservative Szene sich mit Parolen wie der zitierten immer wieder ins Abseits katapultiert.

  5. Hohenschönhausen 15-Jähriger bei Messerstecherei vor Schule lebensgefährlich verletzt

    In der Hofpause kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Schülern und anderen Jugendlichen. Einer der Beteiligten zückt ein Messer und sticht zu. Der Verletzte ringt um sein Leben.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/hohenschoenhausen-15-jaehriger-bei-messerstecherei-vor-schule-lebensgefaehrlich-verletzt/7098042.html
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    Und wieder hält man sich bei der Täterbeschreibung auffallend zurück,warum wohl???
    Wahrscheinlich liegt es wieder mal daran,dass man den Namen nicht richtig schreiben kann.

  6. Ich finde Issing nicht naiv, im Gegenteil.

    Issing verzichtet halt auf Rabulistik und drastische Formulierungen, das ist alles.
    Gerade im letzten Absatz “Ein Europa der Verlässlichkeit” schreibt er, warum diese EUdSSR nichts wert ist.

    Gut, Issing will das Reich, ich will hingegen unabhängige Nationalstaaten, trotzdem kann ich Issing für diesen Artikel loben, da er die Fehler des Reiches und die Anmassungen der Führer :twisted: unaufgeregt darlegt und damit ebenfalls am Ast des Brüsseler Zentralkomitees sägt.

  7. ESM-Stopp schreibt:
    5. September 2012 um 15:31

    Zitat:
    “Mich erstaunt die Plattheit der Inflationsdebatte immer wieder. Die Theorie des Monetarismus besagt, dass eine erhöhte Geldmenge höhere Inflation verursacht. Doch das stimmt schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Dennoch hält sich die monetaristische Sichtweise hartnäckig.”
    :D :D :D

    Und mich erstaunt die Plattheit in den Köpfen von Schreibtischtätern wie Wolfgang Münchau und den korrekturlesenden Redakteuren.

    Unter diesen Gesichtspunkten kann ja jede Regierung mal eben Geld drucken, um ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen.
    Ausserdem könnte man als Regierung noch schnell sein Volk mit einem Sonderdruck von, sagen wir 10.000 Öcken für jeden Bürger, verwöhnen und sich damit die ewige Wiederwahl erkaufen.

    Warum also tut das keine Regierung, wenn eine vermehrte Geldmenge keinerlei negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft hat???

    Ganz einfach: Weil das Geschreibsel von Typen wie Wolfgang Münchau keinerlei Wahrheitsgehalt hat sondern als Beruhigungspille für das, offenbar als sehr dumm eingeschätze, Volk gedacht ist.

  8. Man sollte es unterlassen danach zu fragen, ob die Politik es gut meint! Auch wenn ich eigentlich kaum einen Politiker ernst nehme, denke ich, dass sie sich (zumindest was die Euro-Problematik betrifft) in ihrer Rolle als Politdarsteller wohler fühlen würden, wenn sie positive Ergebnisse erzielen könnten.

    Das Problem öffentlicher Kritik besteht in diesem Fall darin, sich mit “Argumenten”, die man nicht ernst nehmen kann, ernsthaft auseinandersetzen zu müssen. Naiv kann man das nur dann nennen, wenn Issing das “Sand in die Augen streuen” oder das werfen von “Nebelkerzen” durch die Gegenseite trotz dieser Kategorisierung doch “irgendwie” ernst nehmen würde.

  9. @Hamburger;
    Merz et coll.?

    O.a. hat seine Verachtung für den Wahlpöbel durch die Annahme einer überproportionalen Anzahl von Nebenjobs mehr als deutlich gemacht.
    Mit mir niemals!

    Rolf

  10. Nicht ohne Grund haben die nordeuropäischen Länder die letzten Jahrhunderte ökonomisch dominiert.

    Es war Max Weber, der von rund 100 Jahren auf diesen Umstand hinwies und den Calvinismus als Ursache dafür benannte.

    Es ist wahrscheinlich so, dass die Erfahrungen, Sitten, Gebräuche, etc. der Nationen über Generation kultiviert und vererbt werden und nicht, so wie es ich Sozialisten vorstellen, mal per Dekret veränderbar sind.

    Nordeuropäer ticken anders als Südeuropäer und das ist so lange nicht schlimm, wie jeder für sich wirtschaften und verantwortlich ist.

    Das haben die „Macher“ des europäischen Projektes vollkommen übersehen! Zusätzlich, das kann man anhand der Biographien sehen, kennen sie ihre sozialistische Agenda.
    In dem Zusammenhang fällt auch der Name „Graf Richard Nicolaus Coudenhove Kalergi“. Weiteres darf man unter Google finden und da darf sich jeder seine Gedanken machen. Mich hat es sehr irritiert!
    Auch darf man den Aspekt der „deutschen Schuld“ nicht vergessen, der wie ein Menetekel über der europäischen Veranstaltung hängt.
    Fazit:
    In Kenntnis der letzten zwei Jahre und der Auseinandersetzung mit der Schuldenkrise habe ich erhebliche Zweifel über der Fortbestand der EU und der Lauterkeit der europäischen „Eliten“, die aus meiner Sicht eine Ansammlung psychisch gestörter Menschen sind und sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind, auch wenn sie das Wort häufig auf den Lippen haben.
    Sie haben die Rechtssicherheit, eine notwendige Vorraussetzung für ein geordnetes Zusammenleben, zerstört und weiterhin der Demokratie einen Bärendienst erwiesen.
    Perverser geht es nicht!

  11. Bei der Podiumsdiskussion zur OB-Wahl in Stuttgart sagte der Grünen-Politiker Fritz Kuhn folgendes:

    „Ich finde schon, dass wir ohne regulativen Zwang weil den gibt’s ja gar nicht aber die Frage stellen müssen ob in der Stadt ältere Leute in ganz großen Häusern ganz alleine leben sollen ob es richtig oder nicht ist. Tabuthema sage ich weil da geht sofort die Rakete hoch wenn du dies richtig diskutierst, aber OB’s sind nicht dazu da nur nach sozusagen dem Mainstream zu reden sie müssen auch mal bei Themen die ein Problem darstellen ein offenes Wort sagen vielleicht schon im Wahlkampf oder auch dann wenn sie OB’s sind. Deswegen müssen wir das ansprechen, es geht ja da auch um Verteilung eines knappen Gutes, das so gerecht wie möglich sein soll.“

    http://www.akbw.de/wir-ueber-uns/kammerbezirke/stuttgart/ob-wahl-stuttgart.html

    Podiumsdiskussion OB-Wahl 4. Wohnen (ab Minute 17)

  12. saperedonner,

    danke für die Infos. Die GRÜNEN sind und bleiben KOMMUNISTEN.

    Bringen selbst nicht auf die Reihe und räubern halt gerne und verstecken sich hinter dem Gesetz, wie es schon Rousseau formulierte.

  13. Issing ist sicher nicht naiv; er legt ja den Finder in die Wunde, wenn er sagt: “Man muss eigentlich nur so weitermachen, wenn man den Bürgern den Gedanken der politischen Integration abspenstig machen will.”

    Allerdings geht er nicht den letzten Schritt, nämlich zu fragen (und zu beantworten), wem ein zerstrittenes, zudem in Bürgerkriege verstricktes und somit politisch und wirtschaftlich schwaches Europa denn nützen würde.

    Ein starker, weil vereinter europäischer Handelskonkurrent im Geschäft mit den Tigerstaaten kann den Amerikanern sicher nicht willkommen sein. Aber das zu benennen, da sei Goldmann-Sachs vor…

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