Otmar Issing zur Zukunft Europas

Otmar Issing (Foto), einst Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, hat gestern wieder in der FAZ einen großartigen, tollen und klaren Beitrag zur Zukunft Europas veröffentlicht. Alles astrein, was er schreibt, nur beschleicht einen das Gefühl, daß Leute wie er naiv sind. In der Europa-Politik sind nämlich nicht Gutmeinende am Werk, die um das Beste für uns Menschen ringen, sondern eine Räuberbande, die nur unser Bestes will, nämlich unser Geld.

Alexander Gauland: Nie wieder Sarrazin!?


Was ist das für ein intolerantes Land geworden. Da schreibt einer ein Buch über den Euro und kommt zu dem nicht überraschenden Ergebnis, dass man ohne ihn genauso weit gekommen wäre. Doch statt seine Thesen zu diskutieren, sie zu bezweifeln und ihm Fehler anzukreiden, fordern nicht wenige Politiker erst einmal ein Ende der Diskussion. Frau Künast findet die ARD das falsche Forum und die Gebühren für Thilo Sarrazin vergeudet, Jürgen Trittin sieht den Autor rechts außen, der Finanzminister findet das Ganze „himmelschreienden Blödsinn“ aus „einem verachtenswerten Kalkül“ unter das Volk gebracht, und der SPD-Politiker Robbe dekretiert, dass sich mit Sarrazin niemand in eine Talkshow setzen sollte, schließlich, so eine mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnete Journalistin, sei Sarrazin nicht mehr als eine „lispelnde, stotternde Menschenkarikatur“. (Fortsetzung des für einen Tagesspiegel-Redakteur erstaunlichen Artikels hier!)

Tipps von WELT-Zschäpitz für Hellas-Crash

Holger Zschäpitz
Keine Angst, liebe Leser, vor dem Hellas-Crash, Holger Zschäpitz (l.) in der WELT hat die rettenden Tipps. Alles halb so schlimm. Wenn Sie gerade nach Griechenland auf Urlaub möchten, wenn es rummst, und die Griechen streiken und veranstalten Straßenschlachten, dann gehen Sie einfach zum Reisebüro und stornieren, schon sind Ihre Euros gerettet. Wer trotzdem geht, sollte Bargeld mitnehmen, die Drachme wird dann billig, und damit ist ihr Urlaub noch billiger. Gebongt! Weiterlesen

Ausland bereitet Euro-Zusammenbruch vor

Bereits gestern berichtete die NZZ über Vorbereitungen der Schweizer Nationalbank für den Euro-Zusammenbruch. Um der Exportwirtschaft zu helfen, hat schon der letzte Nationalbank-Präsident die Unterschwelle des Euro auf 1,20 Franken festgelegt. Seither ist der Kurs genau dort, mehr traut man dem Euro nicht mehr zu. Das Szenario geht nun so, daß Griechen, Spanier und andere Pleitekandidaten ihre Euro im jeweiligen Heimatland in Massen abheben und ins sichere Ausland, also etwa die Schweiz bringen. Weiterlesen

London macht Grenzen dicht, wenn Euro kracht

Die britische Regierung entwirft gerade Pläne, wie sie die Grenzen dichtmacht, wenn der Euro kollabiert oder Griechenland bankrottgeht. Die zuständige Ministerin sagte das offen in einem Zeitungsinterview. Millionen könnten ihren Job verlieren und anderswo Arbeit suchen. Großbritannien würde diese Leute nicht hereinlassen. Sie können aber Gift darauf nehmen, liebe Leser, daß in der Mitte Europas ein Land liegt, das seine Grenzen Tag und Nacht offenhält und jeden zur Bereicherung hereinläßt und mit Sozialhilfe beglückt, obwohl das EU-Recht temporäre Grenzkontrollen erlauben würde.